In der Freilandhaltung haben die Legehennen neben dem Stall, der den Anforderungen an die Bodenhaltung entspricht, tagsüber uneingeschränkt Zugang zu einem Auslauf von 4 m² pro Henne.
Da sich die Hennen jedoch bevorzugt in Stallnähe aufhalten, wird hier der Boden besonders stark beansprucht und mit dem Kot der Tiere belastet, so dass es nicht möglich ist dort eine intakte Vegetation aufrecht zu erhalten.
Kies oder Holzspäne müssen gegen Verschlammung und das Einbringen des Schmutzes in die Ställe und Nester eingesetzt werden. Gefahren entstehen darüber hinaus durch Rangordnungskämpfe, Kannibalismus sowie die Infektionsgefahr durch den Kot der Hühner und den Kontakt zu frei lebenden Tieren und deren Ausscheidungen und unterschiedliche Witterungsbedingungen (Zugluft, Nässe, Unterkühlung).
Die Freilandhaltung erfordert daher ein angepasstes Management insbesondere auch hinsichtlich der Tiergesundheit.
Zur Verhütung der Einschleppung von bestimmten Influenza-Viren in die Hausgeflügelhaltung ist die Auslaufhaltung von Geflügel in sogenannten Risikogebieten in Deutschland nicht zulässig.